Tirolerkogel, 25, April 2010

Eine Bergwanderung von Ulreichsberg auf den Tirolerkogel

Der 1.378 m hohe Tirolerkogel war Ziel unserer Bergwanderung vom 25. April. Ausgangspunkt unserer Tour war Ulreichsberg. Um 9.15 Uhr konnte es losgehen. Nach einigen 100 m auf der Straße folgte sogleich der erste Anstieg durch ein Wäldchen, nach dessen Durchquerung sich auf einer Wiese hinter einem Gehöft der Sulzberg zeigte. Das schöne Wetter und die angenehmen Temperaturen veranlassten bereits hier die ersten zu einer Marscherleichterung in Form der Entledigung der langärmeligen Oberbekleidung. Auf einem nun in leichtem Anstieg dahinführenden Karrenweg ging es dann bis zu einem Sattel unterhalb der Karnermauer, die das westliche Ende des Traisenberges markiert. Es folgte ein kurzer Abstieg ins obere Falkental. Dort musste auch das erste Schneefeld des Tages gequert werden. Bei einer Abzweigung wählten wir den Weg, der hinauf zum Tirolerkogel führte. Bald war das Almengebiet erreicht, und es boten sich erste schöne Ausblicke auf die Bergwelt der NÖ Voralpen. Muckenkogel mit Hinteralm, Türnitzer Höger mit Paulmauer und der Traisenberg bildeten im Osten eine malerische Kulisse. Etwas weiter bergan zeigten sich allmählich auch Gippel, Göller sowie Wildalpe, Veitsch und Tonion im Süden. Etliche Schneefelder und tausende Schneerosen weiter bog der markierte Weg in ein steileres Waldstück, welches zugleich den Schlussanstieg hinauf zum Annaberger Haus neben dem Tirolerkogel bildete. 3 Stunden waren wir bis hierher unterwegs.

Da der Wind in den oberen Regionen recht unangenehm war, ließ man den Gipfel vorerst Gipfel sein und wendete sich neben einer trockenen Garderobe den angenehmen Dingen des Bergwandererdaseins zu, der Brotzeit auf der Terrasse des wegen Urlaubes geschlossenen Annaberger Hauses. Nach erfolgter Stärkung rief der Wanderführer zur Gipfelkunde. Eine vor Ort angebrachte Tafel bereinigte so manche Meinungsverschiedenheit auf diplomatischem Wege. Vom nahen Gipfel des Tirolerkogels richteten wir bewundernde Blicke auf Hohenstein, Eisenstein, Ötscher, Gemeindealpe, Zellerhüte, Dürrenstein, Zeller- und Aflenzer Staritzen. Auf dem 655er ging es dann via Gscheid und Walsterursprung talwärts. Freilich nicht ohne nochmals dem Winter eine - für heuer hoffentlich letzte - Referenz zu erweisen. Auf einer im Winter als Langlaufloipe dienenden Forststraße zeigte sich der Schnee besonders hartnäckig. War er auf den Hängen in unmittelbarer Nähe schon fast vollständig verschwunden, so lagen auf dem Weg selbst noch gut 10-15 cm der nunmehr schon mehr grau-schwarzen als weißen Pracht. Das den Schnee pressende Loipengerät hat hier wohl ganze Arbeit geleistet. Ab dem Walsterursprung, der in Denkmalform gespeisten Quelle des hier so bezeichneten Rottenbaches folgte unser Weg dem Tal des hier idyllisch in einem Wiesenboden mäandrierenden Baches bis zur Straße, welche vom Gscheid nach Annaberg führt und auf dieser erreichten wir um 15.30 h nach ca. 5 Std. reiner Gehzeit unseren Ausgangspunkt in Ulreichsberg.

Eine Einkehr im Gh Gruber am Gscheid, unmittelbar an der Kreuzung der Gscheid-Bundesstraße mit der Straße nach Ulreichsberg beendete einen schönen Bergtag.

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